Fotografieren begleitet mich seit meiner Kindheit.
Meine Fotoausstattung ist deshalb weniger eine technische Sammlung als vielmehr das Ergebnis von über sechs Jahrzehnten Erfahrung, Ausprobieren und persönlicher Entwicklung.
Ich fotografiere nicht, weil ich Technik liebe –
Klaus Waldmann
sondern weil ich seit Jahrzehnten sehe.
Meine fotografischen Anfänge (1960er Jahre)
Die erste eigene Kamera

Mit etwa neun Jahren hielt ich meine erste eigene Kamera in den Händen – eine Golf Adox Klappkamera.
Sie arbeitete mit einem 9×9 Rollfilm und war alles andere als ein Automat. Wer ein brauchbares Foto machen wollte, musste sich mit Licht, Zeit und Blende beschäftigen.
Ein externes Lichtmessgerät war unverzichtbar. Erst nachdem ich die passenden Werte ermittelt hatte, konnte ich die Einstellungen an der Kamera vornehmen. Jeder Druck auf den Auslöser war bewusst gesetzt – ein kleines Stück Verantwortung für das, was auf dem Film entstehen sollte.
Das Ergebnis waren Negativstreifen. Aus ihnen wurden später – mit etwas Geduld – Papierfotos entwickelt. Zwischen Aufnahme und fertigem Bild lagen oft zwei Wochen, manchmal länger, wenn der Film noch nicht voll war.
Rückblickend war das eine Schule der Geduld – und vielleicht auch der Beginn einer lebenslangen Auseinandersetzung mit dem bewussten Sehen.
„Ich habe fotografieren gelernt, als man noch warten musste.“
Vom Negativ zum Dia
Die Ricoh Singlex TLS
Mit etwa elf Jahren änderte sich meine Arbeitsweise.
Statt Papierbildern begann ich, mit Dias zu fotografieren. Das bedeutete nicht nur ein anderes Material, sondern auch eine andere Art, Bilder zu betrachten. Dias wurden projiziert – groß, leuchtend und unmittelbar.

Meine Kamera in dieser Zeit war eine Ricoh Singlex TLS, ausgestattet mit einem Teleobjektiv von Soligor (70–210 mm). Damit eröffneten sich neue Möglichkeiten: Motive konnten näher herangeholt werden, Details gewannen an Bedeutung.
Besonders gute Ergebnisse erzielte ich mit einem Perutz Color 200 DIN Film. Wer mit Diafilm arbeitete, wusste: Belichtung musste sehr genau stimmen. Fehler ließen sich später kaum korrigieren. Diese Phase schärfte mein Gefühl für Licht und Kontrast noch einmal deutlich.
Der Schritt zu Canon
Canon EOS 1000F

Der Wechsel zu Canon markierte einen neuen Abschnitt.
Mit der analogen Spiegelreflexkamera Canon EOS 1000F begann für mich eine längere Phase fotografischer Kontinuität. Mit ihr fotografierte ich bis etwa 2003 oder 2004.
Die EOS 1000F begleitete mich über viele Jahre hinweg. Selbst als ich später bereits erste digitale Erfahrungen mit der Olympus Camedia sammelte, griff ich immer wieder zur vertrauten Canon zurück. Sie war robust, zuverlässig – und vor allem vertraut.
Der Einstieg in die Digitalfotografie

Im März 2003 wagte ich den Schritt in die Digitalfotografie – mit einer Olympus Camedia C-740. Die Kamera verfügte über einen 10-fach-Zoom und begleitete mich bis ins Frühjahr 2006.
Für mich blieb sie daher eher eine Übergangslösung. Uschi nutzte die Kamera später noch bei einigen Schulausflügen weiter.
Zweistellig, Reisen & Sport
Zurück zur Spiegelreflex, Canon EOS 350D / Madeira
2006 kehrte ich zur Spiegelreflexkamera und zu Canon zurück – zunächst mit der Canon EOS 350D, die in unserem Urlaub auf Madeira erstmals intensiv zum Einsatz kam. Anfangs verwendete ich noch meine Objektive aus der Zeit der EOS 1000F:
- Canon EF 28–80 mm 1:3.5–5.6 II
- Canon EF 80–200 mm 1:4.5–5.6 II
Es dauerte jedoch nicht lange, bis ein Superzoom von Sigma (18–250 mm) hinzukam – ein Objektiv, das mich viele Jahre begleiten sollte.
Sportfotografie und Praxis

Von 2007 bis 2013 begleitete ich regelmäßig die Jugend-Handballmannschaft des Post SV Nürnberg – bis hin zur A-Jugend-Bundesliga. Hallensport stellt besondere Anforderungen an Lichtstärke und Reaktionsfähigkeit. Daher ergänzte ich meine Ausrüstung um ein lichtstarkes Tamron-Zoomobjektiv (28–75 mm, Blende 2.8).
Diese Zeit war fotografisch prägend: schnelle Bewegungen, wechselnde Lichtverhältnisse, der richtige Moment.
Canon EOS 500D
Während unseres ersten Urlaubs auf den Kanaren (2011) kam dann die Canon EOS 500D zum Einsatz. Der Wechsel von der 350D erfolgte vor allem wegen der Videofunktion, die mich reizte.
Ausgereizt habe ich diese Funktion allerdings nie. Fotografieren ist mir bis heute deutlich wichtiger als Filmen. Video nutze ich lediglich gelegentlich – etwa für Zeitrafferaufnahmen.
Rückblickend wäre der direkte Schritt zu einer „zweistelligen“ Canon vermutlich sinnvoll gewesen.
Uschi fotografiert
In dieser Zeit entdeckte auch Uschi zunehmend ihre Freude am Fotografieren. Mit einer Nikon Coolpix S6200 entstanden erstmals regelmäßig Bilder, auf denen auch ich selbst zu sehen war – besonders auf Reisen und Wanderungen.
Canon EOS 70D

Nach rund zehn Jahren intensiver Nutzung zeigte mein Sigma-Superzoom deutliche Verschleißerscheinungen. Da ich mich bei Wanderungen sehr an diesen großen Brennweitenbereich gewöhnt hatte, suchte ich nach einer passenden Nachfolge – und fand sie im Tamron 18–400 mm.
Seit 2015 ergänzt zudem ein Canon Speedlite 430EX II meine Ausrüstung – selten im Einsatz, aber in bestimmten Situationen sehr hilfreich.
Der Wechsel zur spiegellosen Kamera (2025)
Nach über zehn Jahren mit der Canon EOS 70D entschied ich mich im Juni 2025 für den Wechsel in die spiegellose Welt der Canon-R-Serie.
Da meine Anforderungen eher praxisorientiert als technisch getrieben sind, wählte ich bewusst eine APS-C-Kamera. Sie ist leichter, kompakter und wirtschaftlicher als ein Vollformatsystem – ohne dabei für meine Zwecke spürbare Nachteile zu bringen.

Meine Wahl fiel auf die Canon R7.
Mit einem Mount-Adapter konnte ich meine bisherigen EF- und EF-S-Objektive weiterhin verwenden – eine sinnvolle Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Fotos: alle nicht gekennzeichneten Fotos UKW
Last Updated on 26. Februar 2026 by Wald.KL